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Wissenschaft: Krank machendes
Fleisch
Schadet
Fleischessen unserem Gehirn?
Internationale Studien
haben ergeben, dass Fleischgenuss nicht nur der Gesundheit schadet und an der
Entstehung von Krebs, Gicht, Diabetes, Herzinfarkt und anderen
Zivilisationskrankheiten beteiligt ist, sondern dass die Inhaltsstoffe in
Fleisch und Wurst auch die Hirnfunktionen des
Menschen negativ beeinflussen und z. B. die Alzheimer-Krankheit auslösen können.
Dass die Ernährungsgewohnheiten eines Menschen zu
Demenzerkrankungen beitragen können, ist bekannt und in zahlreichen
wissenschaftlichen Veröffentlichungen niedergelegt worden. Das häufigste dieser
Leiden, die vor allem bei älteren Menschen vorkommen, ist die
Alzheimer-Krankheit, eine hirnorganische Krankheit, die gekennzeichnet ist durch
den fortschreitenden Untergang von Nervenzellen und Nervenzellenkontakten. Im
erkrankten Gehirn sind Eiweißablagerungen festzustellen. Das Krankheitsbild ist
gekennzeichnet durch Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie Störungen des
Denk- und Urteilsvermögens, die die Bewältigung eines normalen Alltagslebens
immer schwieriger machen.
Um die Risiken, an der Alzheimer-Krankheit zu erkranken, eingrenzen zu können,
wurden über 2.000 in den USA lebenden Afrikaner mit über 2.000 Nigerianern
verglichen, die in ihrem Heimatland lebten. Die Vergleichsgruppen hatten also
dieselben genetischen Voraussetzungen bei unterschiedlichen Lebens- und
Ernährungsbedingungen. Das Ergebnis: Die in den USA lebenden Afrikaner hatten
ein 2,4fach höheres Risiko für die Alzheimer-Erkrankung als die in Nigeria
lebende Vergleichsgruppe.
Als Erklärung für dieses deutliche Ergebnis wird die unterschiedliche Ernährung
beider Personengruppen angenommen: Die Nigerianer, die ein geringeres Risiko
haben, zu erkranken, ernähren sich vorwiegend vegetarisch. Eine Überraschung?
Für den Mediziner ist dieses Studienergebnis leicht nachvollziehbar. Als
Risikofaktoren für Alzheimer sind bekannt: eine hohe Cholesterinzufuhr, eine
fettreiche, Säure bildende Ernährung, ein hoher Zuckerkonsum und eine hohe
Proteinzufuhr aus Tierprodukten sowie der Anteil an gesättigten Fettsäuren in
der Ernährung. Die meisten dieser Risikofaktoren betreffen den Fleischkonsum.
Auf dem Alzheimer-Weltkongress 2000 wurde über eine Studie an 5.400 Menschen über
55 Jahre berichtet. Die Studie hatte ergeben, dass Personen, die keine Anzeichen
von Alzheimer aufwiesen, einen hohen Konsum pflanzlicher Nahrungsmittel hatten.
Bereits Untersuchungen aus den 80er Jahren hatten übrigens gezeigt, dass eine
proteinreiche Ernährung wie die Fleischkost zu einem Cortisolanstieg in
Blutplasma und Speichel führt. Chronisch erhöhte Cortisol-Konzentrationen
schädigen den Hippocampus, was zu einer deutlichen Verschlechterung der
Merkfähigkeit und des Gedächtnisses führt. (S. Dziallas)
Journal
Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 2/03
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