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Fleisch löst schädliche Immunreaktionen aus Fremdkörper Fleisch Am 01.10.03 wurde in PNAS-online eine interessante Studie von Wissenschaftlern der University of California veröffentlicht. PNAS ist das Kürzel für Proceedings of the National Academy of Sciences, einer der angesehensten und am meisten zitierten wissenschaftlichen Fachzeitungen der Welt. Das Ergebnis der Studie: Der menschliche Organismus reagiert auf Fleischnahrung wie auf einen Fremdkörper und wehrt sich. Die amerikanischen Forscher hatten herausgefunden, dass der menschliche Stoffwechsel nach dem Verzehr von rotem Fleisch (Rind, Schwein, Schaf) bestimmte körperfremde Moleküle aufnimmt und diese in verschiedene Gewebe einlagert. Bei diesen Molekülen handelt es sich um eine Zuckerverbindung mit der Bezeichnung N-Glycolyneuraminsäure (Neu5Gc), die sich an der Membranoberfläche von Zellen befindet. Diese Substanz wird nur von Säugetieren gebildet; der menschliche Stoffwechsel kann diese Zuckerverbindung nicht herstellen. Besonders große Mengen befinden sich im Fleisch von Rind, Schwein und Lamm, auch Milch und Käse enthalten diese Verbindungen in kleinen Mengen. Zwei an der Studie beteiligte Wissenschaftler fanden im Blut von
Testpersonen Antikörper, die mit den Neu5Gc-Molekülen reagierten. Daraus konnte
geschlossen werden, dass eine Immunreaktion gegen diese Moleküle stattgefunden
hat. Neu5Gc-Moleküle selbst wurden zuerst in verschiedenen Krebsgeweben
nachgewiesen, später wurden sie auch in Blutgefäßen und Schleimhautzellen
gefunden. Das Bemerkenswerte an dieser Studie ist, dass erstmals wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesen wurde, dass Moleküle aus dem Fleischverzehr in menschliches Körpergewebe aufgenommen werden und dort Immunreaktionen auslösen. Das Immunsystem des Menschen betrachtet das Neu5Gc-Molekül als schädlichen Eindringling. In einer ersten vorsichtigen Bewertung bemerkte der Leiter der Studie, Professor Ajit Varki, es sei durchaus denkbar, dass die Anreicherung von Neu5Gc und die Bildung von Antikörpern dagegen im Laufe des Lebens zur Entstehung von Krankheiten beitragen könne.
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