Gott spricht zu den Menschen:

»Meine Sehnsucht nach euch
pocht in euren Herzen«

Die Welt gerät aus den Fugen und scheint so gottfern wie nie. Es hat den Eindruck, die Apokalypse hat bereits begonnen. Doch Gott verlässt die Menschheit nicht. In großen Zeitenwenden sandte Er ihr Propheten, die Sein Wort verkündeten – meist wurden die Gottesboten erst nach ihrem Tod als solche erkannt. Auch in der heutigen Zeit spricht Gott durch Prophetenmund wieder zur Menschheit, durch Gabriele, die Er Sein Instrument nennt. Sein Offenbarungswort geht um die Welt, in Büchern und Cassetten. Am 30. Mai 2004 hörten viele Menschen im In- und Ausland die Aufzeichnung einer Offenbarung des Gottesgeistes aus dem Jahre 1998.

Wer seinen begrenzten Menschenverstand überwindet und das Gotteswort in sich einlässt, muss erschaudern: Gott, in menschlichen Worten vernehmbar; Gott, nicht im fernen Himmel, sondern als Gesprächspartner der gegenwärtigen Menschheit; Gott, nicht als bedrohliche Allgewalt, sondern als liebender Vater, vermittelt durch die zarte Stimme einer geisterfüllten Frau voller Demut ... Was sagte der Gottesgeist durch diese Stimme?

Wir könnten Gott in uns hören

Zunächst kam eine Botschaft an die wehklagenden Skeptiker, die über den Zustand der Welt und die Gottferne jammern. Gott sagte ihnen: »Das Pfingstreden ist euch ein Begriff, doch begriffen haben es die wenigsten, denn wie in den zurückliegenden, für euch gesprochen, unzähligen Jahren, seid ihr immer noch auf den Prophetischen Geist angewiesen, anstatt Mich selbst zu hören, ja Mein Wort, das Gesetz der Liebe und des Lebens, zu sein.« So nah ist uns Gott – wir könnten Ihn in uns selbst hören, wenn wir Sein Leben in uns entfalten würden; und so bescheiden ist Sein Instrument – es verkündet die Botschaft, dass es überflüssig wird, wenn die Menschen endlich zu Gott finden. Wer sich das bewusst macht, die Aussage wirklich in seine Seele einlässt, muss erschüttert sein: Gott macht uns das Angebot, dass wir ständig mit Ihm kommunizieren könnten, wenn wir dem Geist in uns, Der jeden Seelenpartikel und jede Körperzelle durchströmt, Raum geben würden, durch reine Empfindungen und Gedanken und durch ein gottgefälliges Reden und Handeln. Statt dessen, so heißt es in diesem Offenbarungswort, drehen wir uns ständig um uns selbst. Gott sagt uns: »Wäre das anders, dann wäret ihr das Wort, das Ich Bin, und würdet euch nicht mehr um den Prophetischen Geist, um das Prophetische Wort, scharen. Ihr wäret die Gemeinschaft in Christus, Meinem Sohn, und somit göttliches Sein.«

»Wie ihr wollt«

Der Gottesgeist meint nicht ein jenseitiges Sein, sondern das göttliche Selbst in unserem Seelengrund, einverleibt in einem irdischen Menschen und aufgerufen, in die ewige Heimat zurückzukehren. Gott beklagt in Seiner Offenbarung, dass die meisten Menschen gegenüber dem ewigen Sein »blind, stumm und taub« sind. Damit bringt Er auch die Gewissenlosigkeit vieler Menschen unserer Zeit in Verbindung, die andere der Rohheit anklagen, aber nicht merken, dass sie selbst die Rohlinge sind – die prominenten Rohlinge, die Weltpolitik machen, und die zahllosen unbekannten Rohlinge, die sich im Alltag gegenseitig die Schuld zuschieben.

Der Gottesgeist macht auch in dieser Offenbarung die Menschheit auf die Folgen ihres jahrtausendelangen Treibens aufmerksam: Was in dieser Welt geschieht, ist auf uns selbst zurückzuführen: »... auf jeden kommt nur das zu, was er eingegeben hat und nicht mit Christus umwandeln möchte.« Deshalb wird »diese Welt Schreckliches erleben«, so hieß es 1998. Sechs Jahre später zeichnet sich das Schreckliche bereits immer mehr ab. Und der Gottesgeist betont: »Wie ihr es wollt. Wahrlich: Wie ihr es wollt! Denn ihr seid meine freien Kinder ... Ihr seid göttliche Wesen in Mir und frei. Ihr schafft selbst euer Schicksal, eure Leiden, eure Nöte – ihr schafft aber auch euer wahres Sein. Es kommt also auf euch an. Wie ihr wollt.«

Wer sich das vergegenwärtigt, wird aufhören, immer wieder Gott oder seine Mitmenschen für sein Unglück anzuklagen. Er wird das tun, was ihm Gott in dieser Offenbarung so nachdrücklich empfiehlt: Einsicht und echte Reue über erkannte Sünden, Bereinigung der Schuld und nicht erneutes Tun des Unrechts. Dann, so heißt es, »Mein Kind, bist du geschützt von der Gnade, die dir beisteht, die dir hilft, die um dich den Mantel der Liebe legt, auf dass du weiteres Sündhaftes erkennen, bereuen und bereinigen kannst. Und so du das nicht mehr tust, nimmst du diesen Mantel in dich auf – es ist das Gesetz der Liebe, und du bist stark, denn du bist über die Drehscheibe menschlichen Ichs, über dein Ego, hinausgewachsen, eingetreten in die Kommunikation des ewigen Ich Bin, das du im Grunde deiner Seele bist.«

Eine Liebeserklärung Gottes

Der Höhepunkt dieser Offenbarung dürfte für manchen Hörer jene Passage gewesen sein, in der der allmächtige Gott von Seiner Sehnsucht zu den Menschen spricht. Gott, der Allgeist, der zugleich unser Vater ist, erklärt uns, warum Er zur Menschheit spricht. Es folgt ein Satz, der einem den Atem stocken lässt: »Ich habe Sehnsucht nach Meinen Kindern, und die Sehnsucht nach Meinen Kindern wird immer größer, denn viele gehen lange in ihr Verderben ...« Gott hat Mitleid mit Seiner Menschheit, die sich von Ihm abgewandt hat. Erneut betont Er, dass es aus freien Stücken geschah – trotz der Zehn Gebote Gottes und der Bergpredigt Jesu. »... Wie es euch beliebt«, heißt es erneut.
Dann kommt zum zweiten Mal der ergreifende Hinweis: »Doch Meine Sehnsucht nach euch pocht in euren Herzen.« Welch eine Aussage! Gott sehnt sich nach mir, Gott sehnt sich nach dir, Gott sehnt sich nach Seinen Geschöpfen. Wer diese Liebeserklärung Gottes wirklich in sich einlässt und danach lebt, wird ein anderer Mensch: Auch wenn ihm Unglück widerfährt, weiß er, dass er in Gott geborgen ist. Auch wenn ihn Ratlosigkeit verzweifeln lässt, weiß er, dass Gott eine Lösung für ihn bereit hält. Auch wenn ihn die Durststrecken des Lebens müde machen, stärkt ihn die Erinnerung an diese Offenbarung, in der es weiter heißt: »Meine Kinder, wahrlich, Ich Bin gegenwärtig. Wahrlich, Mein Geist ist in jedem von euch, und Meine Sehnsucht ist groß nach dir, nach dir, nach allen Meinen Menschenkindern ...«

»Meine Kraft ist in euch«

Gott sprach diese Worte nicht in eine heile Welt hinein, sondern kurz vor der Jahrtausendwende zu einer Menschheit, die sich anschickt, ihren Planeten und sich selbst zu zerstören. Doch Er spricht nicht nur von dem »Schrecklichen, das diese Welt erleben« wird. In der Finsternis wird der große Hoffnungsstrahl sichtbar: »Der Fall geht ganz allmählich zu Ende.« Von einer »sanften Rückentwicklung« ist die Rede, »vor allem dann, wenn die Unsanftheit, das menschliche Ich, die Erde nicht mehr beschmutzen kann«.

Aus anderen göttlichen Offenbarungen wissen wir, dass das Fallgeschehen, die selbst gewählte Abkehr reiner Wesen der Himmel von Gott, durch die Erlösertat des Christus Gottes auf Golgatha gestoppt wurde. Seine Erlöserkraft ermöglicht die Umkehr, von der Gott 1998 spricht: »Ich möchte jeden von euch, jeden einzelnen, sanft in das Licht, in die ewige Heimat, zurückführen.« Wie lange die Menschheit noch braucht, hängt von ihr selbst ab. Seit Jahren weist uns der Gottesgeist darauf hin, dass jeder von uns seinen Beitrag zur Umwandlung der Welt durch die eigene Verwandlung im Alltag leisten kann. So heißt es hier erneut: »Ihr werdet nach dieser von Mir gesegneten Stunde wieder in euren so genannten Alltag zurückkehren. Ihr werdet wieder auf das alltäglich Übliche blicken. Was denkt ihr? Könnt ihr es mit der Hilfe des Christus Gottes umwandeln? Wollt ihr eure Blicke vertiefen, dann seht ihr auch das Positive im alltäglichen Gegensätzlichen ...«
Der redende Gott rät uns, mit unserem Nächsten ins Gespräch zu kommen und uns stets zu fragen, warum wir dies und jenes sagen wollen, was wir damit bezwecken, denn meist steckt unsere menschliche, ja allzumenschliche Natur dahinter. Nur so lernen wir uns kennen; und nur so können wir das Gegensätzliche mit der Hilfe unseres Erlösers umwandeln und nicht mehr tun. Nur so werden wir unser wahres Sein verstehen und erkennen lernen. Der sich offenbarende Gottesgeist fragt uns am Ende eindringlich: »Wann werdet ihr es zulassen, dass Ich in eurem Fühlen, Empfinden, Denken, Sprechen und Handeln Bin? Dann werdet ihr eins mit eurem Nächsten sein, eins mit der Mutter Erde, eins mit dem Reich des Friedens ... Und ihr werdet euren Vater schauen, der Ich Bin von Ewigkeit zu Ewigkeit.« (cs)

Literatur:
http://www.das-wort.com/cgi/gen_topic.cgi?lang=de&topic=botschaftausdemall


Journal Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 7/04


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