Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Dezember 2006


Welche Lehre befolgen Sie?

Die Bergpredigt des Jesus von Nazareth oder die Höllenpredigt des Antichristen

Viele Menschen glauben, Christen zu sein, und leben in der Vorstellung, von ihren weltlichen und kirchlichen Führern wirklich christlich geleitet zu werden, basierend auf der Lehre des Jesus von Nazareth, so, wie sie in Teilen auch heute noch in der Bibel zu finden ist.
Wenige machen sich die Mühe, selbst nachzulesen, was Jesus von Nazareth lehrte. Sie vertrauen blind auf Theologen und Schriftgelehrte und scheinbar christliche Politiker.
Prüfen Sie selbst, wer welche Lehre vertritt – die Höllenpredigt oder die Bergpredigt? Und welcher Lehre folgen Sie selbst nach?


Hier sind zwei Predigten niedergeschrieben:
Die Bergpredigt des Jesus von Nazareth aus der Bibel, des Christus, des Erlösers aller Seelen und Menschen, die ein Auszug aus dem ewigen Gesetz Gottes ist und die christliche Lehre in ihrer Essenz wiedergibt – daneben steht die Höllenpredigt des Antichristen, eine freie literarische Niederschrift eines kritischen Menschen. Es ist die Lehre so, wie man sie auffassen muß, wenn man von dem ausgeht, was von den scheinbaren Christen in den vergangenen 2000 Jahren und auch heute noch zu hören, zu lesen und zu sehen ist.

Wir Urchristen bejahen die Bergpredigt als die wahre Lehre des Jesus von Nazareth, und wir bemühen uns, sie in allen Bereichen unseres Lebens zu verwirklichen. Wir verschließen nicht die Augen vor dem, was in der Welt und dort im Namen Jesu Christi geschieht. Alle Christen sollten sich gewissenhaft mit der Lehre des Jesus von Nazareth auseinandersetzen und sich selber fragen, welchem Jesus sie folgen. Anhand der Bergpredigt des Jesus von Nazareth und der Höllenpredigt des Antichristen können Sie sich selbst prüfen und entscheiden, ob Sie der christlichen Lehre folgen oder einer anderen. Haben Sie sich selbst erkannt und die Basis des Lebens gefunden, dann können Sie sich entscheiden: Kehren Sie um – oder bauen Sie auf Ihrem bisherigen Leben weiter auf?
 

  Hauptseite
Archiv - alle früheren Ausgaben
Abo-ServiceWir über unsImpressum
Post an uns

        Die Bergpredigt des Jesus von Nazareth


Die Höllenpredigt des Antichristen

 

Als Er aber das Volk sah, ging Er auf einen Berg und setzte sich, und Seine Jünger traten zu Ihm.
Und Er tat Seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:

Die Seligpreisungen

Selig sind, die da geistlich arm sind, denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um Meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.
Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Und es begab sich, daß einer aus der Tiefe der Tiefe emporstieg. Durch einen geheimen Gang gelangte er an den Grund des Meeres, das ihn an sein Ufer ausspie, von wo er begann, großen Zauber und Blendwerk zu tun, auf daß er die Menschen verblende – ihnen den Verstand raube und ihr Gewissen betäube und alle Moral und Ethik verkehre in ihr Gegenteil, auf daß er seinen Anhang mehre und alle Welt ihm diene.
Und sein Gebot lautete: Unterwirf dich mir, und sei mir hörig, auf daß du unfrei und gebunden meine Macht, mein Ansehen und meinen Ruf, der Greuel, Gewalt und Schrecken ist, mehrest, so daß sich jede Kreatur, zu Wasser, zu Lande und in der Luft, mir unterwerfe!

Und als er sah, daß das dumme, eingeschüchterte Volk, die Mitläufer und Jasager, ihn nicht erkannten, ging er in die Stadt der sieben Hügel, und das blinde Volk lief ihm nach wie eine große Hammelherde.
Und von dort tat er seinen Mund auf und lehrte sie klug und mit Arglist:

Die Glückseligen

- Beglückt sind die Sophisten und Intellektuellen, denn ihrer ist das Erdreich mit allen seinen Schätzen aus Gold, Edelsteinen, Erdöl und Bodenschätzen.
- Beglückt sind die, welche ihren Nächsten schwere Lasten aufbinden und sie demütigen und strafen, denn sie haben Macht und Gewalt über die Unterworfenen.

- Beglückt sind die Despoten und Tyrannen, denn sie triumphieren über Verängstigte und Jasager.
- Beglückt sind die Spötter, Frevler, Mörder, die Trunkenbolde und Hurensöhne, denn sie dienen dem, der ihnen Reichtum, Macht und Ansehen vor den Menschen verleiht.
- Beglückt sind die Gewalttäter und Totschläger und all ihre Helfershelfer, denn sie sind der Anhang des Herrschers dieser Welt und werden von ihm gespeist und getränkt.
- Beglückt sind die Verräter, die Wortverdreher und Irrlehrer, denn ihrer ist das Reich dieser Welt und das der Unterwelt, denn das Reich des Lichtes halten sie vor den Menschen verdunkelt.
- Beglückt seid ihr, wenn euch die Menschen huldigen und dienern und euch nach dem Munde reden – wenngleich sie nicht wissen, was sie tun – und euch ihre Mittel und Rechte abtreten, auf daß ihr schalten und walten könnt, wie es mir gefällt.

Salz und Licht

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als daß man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
 

Vom Dung und Rauch

Ihr seid der Dung der Erde, denn wo nicht Moder und Dreck, Unflat und Verbrechen ist, da ist für mich kein Nutzen.
Ihr seid wie Qualm und Rauch, und so ihr nicht wäret, würde man eine lichte Stadt auf einem Berge sehen, die ich fürchte und die im Verborgenen bleiben soll.

Jesu Stellung zum Gesetz

Ihr sollt nicht meinen, daß Ich gekommen Bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; Ich Bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Denn wahrlich, Ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.
Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
Denn Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
 

Mein ist das Gesetz

Ihr sollt wissen, daß ich gekommen bin, euch mein Gesetz zu bringen, das ich mit Feuer und Schwert jedem einbrennen werde, bis das eine neue – meine – Weltordnung entstanden ist. Und seid gewiß: Ich werde nicht ruhen oder Frieden geben – und sollten dabei Himmel und Erde vergehen, bis ich meinen Willen durchgesetzt habe. Und ich sage euch – wer es wagt, mir entgegenzutreten oder mich anzuzweifeln, den werde ich heimsuchen und zerschmettern, auf daß ein Exempel statuiert sei, an dem sich jeder ein Beispiel nehme.
Und so verkünde ich euch mein Gesetz, auf daß ihr, die Schöntuer und Wohlredner, es der Herde, den dummen Schafen, einflößt, wie immer es auch möglich ist.
 

Vom Töten

Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist (2. Mose 20,13; 21,12): „Du sollst nicht töten“; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein.
Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.
Darum: Wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, so laß dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder und dann komm und opfere deine Gabe.
Vertrage dich mit deinem Gegner sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich der Gegner nicht dem Richter überantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest. Wahrlich, Ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.

Vom Töten

Dazumal hörtet ihr, daß der, welcher tötet, des Gerichts schuldig sei, sogar schon jener, der seinem Bruder zürne. Und wer seinen Bruder gar einen Narr nenne, der brenne im höllischen Feuer.
Glaubet es nicht! Gehet hin – mordet und brennet! Quält und misshandelt die Alten, die Frauen und Kinder und alle Kreatur, die da kreucht und fleucht.
Komme und huldige mir und verfluche deinen Bruder und verfolge ihn und opfere ihn mir. Streite mit jedermann, und setze dich durch, wie immer es auch gehen mag, ganz gleich, um welchen Preis.
 

Vom Ehebrechen

Ihr habt gehört, daß gesagt ist (2. Mose 20,14): „Du sollst nicht ehebrechen.“
Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.
Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus.

Vom Ehebruch

Dazumal hörtet ihr auch, ihr sollet die Ehe nicht brechen, mehr noch: Wer eine Frau nur ansehe, sie zu begehren, der habe schon die Ehe mit ihr in seinem Herzen gebrochen.
Glaubet das nicht! Redet wohl so – doch haltet euch nicht daran; denn, wie ihr spürt, ist das Fleisch schwach und verlangt seine Befriedigung. Betrügt und lügt, treibt Unzucht – je mehr, je lieber; je jünger, je besser; denn wer dem Trieb verfallen ist, den habe ich sicher in meiner Hand.

Vom Schwören

Ihr habt weiter gehört, daß zu den Alten gesagt ist (3. Mose 19,12; 4. Mose 30,3): „Du sollst keinen falschen Eid schwören und sollst dem Herrn deinen Eid halten.“
Ich aber sage euch, daß ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, den er ist Gottes Thron; noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel Seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs.
Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören; denn du vermagst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen.
Eure Rede aber sei: Ja, ja: nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.
 

Vom Schwören

Auch habt ihr gehört, daß gesagt wurde, daß ihr keinen falschen Eid schwören und dem Herrn euren Eid halten sollt. Daß ihr weder beim Himmel noch bei der Erde schwören sollt, auch nicht bei der Stadt Jerusalem oder eurem Haupt. Daß eure Rede sei: ja, ja – nein, nein; denn alles andere sei von Übel.
Das fordert von den Unterjochten! Doch selber redet mit gespaltener Zunge – so, wie die Schlange selbst redet. Redet wortreich und verworren, auf daß man euch nicht verstehe oder festlegen könne, so daß ihr letztlich gar nichts sagt und ihr so auf den Köpfen derer, die euch anhimmeln, herumtanzen könnt, ganz wie es euch beliebt. Lügt und betrügt, und mehret meine Macht.

Vom Vergelten

Ihr habt gehört, daß gesagt ist (2. Mose 21,24): „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“
Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.
Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem laß auch den Mantel.
Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.
Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will.
 

Vom Vergelten

Und weiter hören die Alten den Satz: Auge um Auge, Zahn um Zahn, was aber durch die Liebe Gottes und die Lehre Christi richtiger heiße: „Widerstrebe nicht dem Übel, sondern halte lieber deine zweite Wange hin, bevor du dich versündigst, und wenn einer von dir deinen Rock fordert, gib ihm den Mantel dazu, und wer dich nötigt und zwingen will, dem gib gleich doppelt und wende dich nicht ab von dem, der dich bittet, oder von dem, der bei dir borgen will.“
So lehrt es! Und dann bittet – und bittet und bittet von denen, die schon wenig haben, auf daß sich eure Kammern und Truhen füllen und sie ausbluten. Verhöhnt und verspottet jene, die euch geben, und haltet sie hin und lullt sie ein mit scheinheiligem Gerede! Aber von euren Schätzen gebt nichts her.
Und so sich euch einer widersetzt, quält und misshandelt ihn öffentlich mit der scheußlichsten Folter; hängt ihn am Hals auf, ersäuft ihn im Wasser, schlagt ihm Hände und Füße ab, schändet die Frauen und demütigt die Männer, zerschlagt ihre Leiber und werft sie den wilden Tieren vor, auf daß kein Mensch auf der Erde mehr wage, sich mir zu widersetzen. Und so einer sein Recht von euch fordert, zahlt es ihm bitter heim: Raubt ihm alles, und zerschlagt sein Hab und Gut. Lästert und spottet – je toller, je lieber. Denn Tyrannei und Terror waren schon immer größer als Liebe und Vernunft. Schafft euch immer einen Sündenbock, auf den ihr deutet, damit das Volk weiß, wo es hinspucken und seine Steine hinwerfen muß – versäumt es nie, denn sonst treffen sie euch.

 

Von der Feindesliebe

Ihr habt gehört, daß gesagt ist (3. Mose 19,18): „Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.“
Ich aber sage euch: „Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn Er lässt Seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben?
Tun nicht dasselbe auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden?
Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.
 

Von der Feindesliebe

Auch habt ihr gehört, eure Feinde zu lieben und Gutes zu tun denen, die euch hassen, damit ihr wahrlich Kinder Gottes, eures Vaters im Himmel, seid, denn ihr sollt vollkommen werden, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.
Laßt das nicht zu! Verführt und verderbt sie, auf daß sie aus ihren Sünden nicht mehr herausfinden und ihnen vor ihrer eigenen Erbärmlichkeit ekelt. Peitscht sie an zu sündigen und haltet sie glaubend, ihr allein hättet Macht, die Sünden zu vergeben, auf daß sie ewig abhängig bleiben von eurem Wohlwollen. Führt sie in Tempel aus Stein und Glas, auf daß sie nicht in den eigenen inneren Tempel finden, worin jeder seine Kindschaft erkennt und sich in seiner Reinheit und Vollkommenheit schaut. Hütet dieses Geheimnis, damit die Mitläufer und Jasager auf immer Kinder dieser Welt bleiben.
Schafft Feindbilder und haltet sie aufrecht und mehret den Hass unter den Völkern, auf daß der Krieg – das Morden, Metzeln und Schlachten – kein Ende finde auf Erden.
Und so die Witwen, Mütter und Waisen jammern und klagen ob des Greuels des Krieges: Schickt wortgewaltige Redner aus, und lasst nicht ab, vom Krieg zu predigen: „er ist gerecht – er ist gerecht – er ist gerecht“, bis daß sich ihr Verstand umnebelt und sie es selber glauben. Zeugt Kinder und verhindert es nicht, denn ich brauche Soldaten, damit das Brennen und Morden kein Ende findet.

 

Vom Almosengeben

Habt acht auf eure Frömmigkeit, daß ihr die nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.
Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen lassen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.
Wenn du aber Almosen gibst, so laß deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, damit dein Almosen verborgen bleibt; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.

Vom Almosengeben

Gebt acht, daß euch die Leute sehen auf den Plätzen und Straßen und euch schon an euren Kleidern erkennen und daß sie glauben, wie fromm ihr seid.
Und so ihr Almosen gebt, nehmt sie von anderen im Verborgenen, so daß keiner weiß woher, und dann schenkt sie mit großer Gebärde, auf daß die Armen und Hungernden glauben, ihr hättet es ihnen getan. Seid schlau und gebt gerade so viel, daß sie nicht aufhören, von eurer Güte und Barmherzigkeit zu reden.

Vom Beten. Das Vaterunser

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.
Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.
Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.
Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr Ihn bittet.
Darum sollt ihr so beten:
Unser Vater im Himmel!
Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.
Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.
 

Vom Beten

Und wenn ihr Kriege führt, lasst ganze Nationen fromme Sprüche plappern mit ihren Mündern – doch haltet die Herzen kalt – etwas anderes wäre gefährlich.
Und wenn sie beten – lasst sie nicht darüber nachdenken, was sie beten; am besten, sie beten gar nicht. Und so sie nach dem Reich Gottes fragen, das da kommen solle, so schiebt es hinaus in eine ferne, ferne Zukunft, und macht daraus eine Utopie und führt ihnen immer wieder die eigene Unfähigkeit vor Augen, auf daß sie an sich selbst zweifeln und vom Glauben abfallen.
Laßt sie Formeln und Verse plappern, die keinen Sinn haben, und führt sie so im Kreis, wie man Ochs und Esel im Kreis laufen lässt, damit sie für euch dreschen und arbeiten, auf daß es euch gut gehe.



 

Vom Fasten

Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.
Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.


Vom Schätzesammeln und Sorgen

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen.
Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen.
Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.
Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!
Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Darum sage Ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?
Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?
Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?
Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.
Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte Er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?
Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?
Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all dessen bedürft.
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß jeder Tag seine eigene Plage hat.


Vom Richtgeist

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.
Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.
Was siehst du aber den Splitter in deines Bruder Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?
Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen?, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge.
Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst.
Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.


Von der Gebetserhörung

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? Oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete?
Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die Ihn bitten!


Vom Tun des göttlichen Willens

Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten. Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s die auf ihm hineingehen.
Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden.
Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte.
Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.
Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
Es werden nicht alle, die zu Mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun Meines Vaters im Himmel.

Es werden viele zu Mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in Deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in Deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in Deinem Namen viele Wunder getan?
Dann werde Ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von Mir, ihr Übeltäter!


Vom Hausbau


Darum, wer diese Meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.
Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.
Und wer diese Meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute.
Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein, und sein Fall war groß.

Und es begab sich, als Jesus diese Rede vollendet hatte, daß sich das Volk entsetzte über Seine Lehre;
denn Er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie ihre Schriftgelehrten.

Vom Schätzesammeln

Und so ihr es so haltet, wird es euch gut ergehen, und ihr werdet Schätze und Reichtümer sammeln, und ihr werdet groß sein vor den Menschen und sie richten und verurteilen, gerade wie es mir gefällt. Und so ihr mir dient, werde ich euch alles geben, was ihr begehrt – denn ihr bauet mein Reich und mehret meine Macht.
 

Vom Tun seines Willens

Und so ihr meinen Willen tut, werdet ihr wandeln auf prächtigen Straßen, und euer Reichtum und Ansehen wird kein Ende haben; denn ich habe es geschafft, euch an mich zu binden und die Massen wie Sklaven zu halten, damit sie daran arbeiten, was mein Ziel ist und was niemand weiß – auch nicht die Reichen und Herrscher dieser Welt.“
 

 


Nachwort:
Und der, der aus der Tiefe der Tiefe kam, lehrte und herrschte in der Stadt der sieben Hügel, denn das dumme Volk erkannte ihn nicht und verlieh ihm Kraft und Macht, indem sie taten, wie er ihnen gebot.
Und sie spotteten und lästerten Gott und missbrauchten Seinen Namen.

Und Er, der Ewige, ließ es geschehen, auf daß sich jeder an seinen Früchten selbst erkenne, die da sind: Not und Elend, Armut und Finsterns, Angst und Schrecken, Greuel und Zerstörung, Tod und Siechtum.

Und als die Zeit gekommen war, tat sich die Erde auf und verschlang den, der gekommen war, die Menschen zu verblenden und zu verführen, und mit ihm seinen ganzen Anhang mitsamt ihren abscheulichen Werken. Und das Meer ergoß sich über sie und es ward ein neuer Himmel und eine neue Erde



Copyright © Verlag DAS WEISSE PFERD GmbH, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld, Deutschland
Fax: 09391 / 504 - 210, http://www.das-weisse-pferd.com - E-Mail: info@das-weisse-pferd.com

Fernsehtipp: www.erde-und-mensch.tv
 

Hit Counter