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Extrablatt "Satan öffnet sein Archiv"

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Über die geistigen Wurzeln des Holocaust

Die Kreuzzüge - die brutale Vernichtung Andersgläubiger

Am 27. November 1095 rief Papst Urban II. in Clermont den ersten Kreuzzug aus. Er dauerte von 1096 bis 1099 und endete mit einem grausamen Blutbad an der moslemischen Bevölkerung Jerusalems.

Er wütete: "Die Ungläubigen haben es gewagt, die heilige Stadt Christi, die geweiht worden ist durch sein Leiden und seine Auferstehung, unerträglicher Knechtschaft zu unterwerfen. Die Ungläubigen müssen für ihr dreistes Verbrechen, für ihr barbarisches Verhalten bestraft werden."

Urban versprach allen, die "ihr Leben verlieren ... in der Schlacht gegen die Heiden", dass ihnen in jener Stunde ihre Sünden vergeben werden. Die Menge vor der Kathedrale ließ sich aufhetzen und rief: "Gott will es!"

Für den zweiten Kreuzzug (1147-1149) legte sich vor allem der "heilige" Bernhard von Clairvaux ins Zeug. Dies sei ein "heiliger Krieg" und: "Der Kämpfer Christi kann ruhigen Gewissens töten ... tötet er, so arbeitet er für Christus ... Der Tod der Heiden gereicht zu seinem Ruhm, denn er bedeutet den Ruhm Christi".

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1099: Die Kreuzfahrer richten bei der Eroberung Jerusalems ein Blutbad an

Am Freitag, den 15. Juli 1099 eroberten die Kreuzfahrer unter Gottfried von Boullion Jerusalem. Es war der Höhepunkt des ersten Kreuzzugs. Ein Augenzeuge und Chronist schrieb unter anderem: "Am Mittwoch und am Donnerstag griffen wir die Stadt mit Gottes Hilfe von allen Seiten Tag und Nacht an. Bevor wir jedoch zu stürmen begannen, bestimmten Bischöfe und Priester durch Predigen und Ermahnen, dass alle für Gott eine Prozession um Jerusalem herum unternehmen und nach Kräften beten, Almosen geben und fasten sollen. Am frühen Morgen des Freitag wurde das Zeichen zum Generalangriff gegeben; ... Als aber die Stunde herankam, in der unser Herr Jesus Christus für uns die Schmach des Kreuzes auf sich nahm ... ergriffen alle Verteidiger die Flucht. Unsere Leute verfolgten sie auf der Mauer und durch die Stadt und töteten und verstümmelten sie. Das ging bis zum Tempel Salomos; dort gab es dann ein solches Gemetzel, dass wir bis zu den Knöcheln tief im Blut der Feinde standen ... Bald liefen unsere Leute durch die ganze Stadt und machten Beute von Gold, Silber, Pferden und Maultieren, indem sie Häuser voller Güter plünderten. Dann kamen sie alle voll Begeisterung und vor lauter Freude weinend am Grab unseres Heilandes Jesus zusammen; sie beteten es an und weihten ihm ihr Leben. Am darauf folgenden Morgen stiegen sie leise auf das Dach des Tempels, griffen die Männer und Frauen der Sarazenen an und schlugen ihnen mit dem blanken Schwert die Köpfe ab" (Gesta Francorum et aliorum Hierosolomitanorum lib.10, c 37f., herausgegeben von R. Hill, London 1962, zitiert nach Reinhold Mokrosch, Herbert Walz, Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen, Band II, Mittelalter, Neukirchen 1980) - eine besonders bestialische Verhöhnung des friedfertigen Mannes aus Nazareth durch die römisch-katholische Kirche.

Und an den Kreuzfahrerstraßen des Jahres 1096 ereigneten sich zuvor nicht nur Judenpogrome. Es war zugleich der eigentliche Beginn des europäischen Antisemitismus (Friedrich Heer). In den KZs erreichte er seinen furchtbaren Höhepunkt. Die NSDAP-Zeitung Der Stürmer hat sich nicht zu Unrecht auf den Franziskaner Johannes Capistrano berufen, der als erster die Ausrottung der Juden in Zentraleuropa propagierte. Es scheint, dass die katholische Kreuzzugsidee die ganze nachfolgende Weltgeschichte vergiftete.

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Dieser Geist war auch in Martin Luther lebendig, als dieser 1529 in einer Predigt zum Krieg und zum Morden der türkischen Kriegsgegner aufrief: Die Soldaten sollen "mit Freuden die Faust regen und getrost dreinschlagen, morden, rauben und Schaden tun, so viel sie immer mögen ..." (zit. nach www.theologe.de/theologe3.htm)


 



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