Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 14/99

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Spekulationen und Hintergründe

Die Sonnenfinsternis
vom 11. August 1999

Die totale Sonnenfinsternis am 11. August wirft ihre Schatten voraus. Wie zu allen Zeiten ruft ein herausragendes astronomisches Ereignis auch die Astrologen auf den Plan. Und viele Spekulationen über das, was an diesem Tag geschehen könnte, werden in den Medien veröffentlicht.

totale Sonnnenfinsternis
Eine Sonnenfinsternis: Der Mond schiebt sich vor die Sonne

Zugrunde liegt das geistige Wissen, dass negatives Verhalten der Menschen auch in den Gestirnen des materiellen Kosmos gespeichert wird, wenn es nicht rechtzeitig bereinigt wird. Und von dort strahlt es früher oder später wieder auf die Urheber zurück und führt zu Leid, Schicksalsschlägen und Nöten. Wird davon am 11. August mehr zu spüren sein als sonst? Kommen große Katastrophen auf uns zu? Was hat es mit solchen Vorhersagen auf sich?

Aus Sicht der geistigen Gesetzmäßigkeiten ist zu sagen: Wer jeden Tag nützt und bereinigt, was ihm die Energie des Tages an eigenem Sündhaften zuspiegelt, dem braucht vor keinem Ereignis und keinem Tag bange zu sein. Er weiß, dass auch in den Sternen die positive Macht des Schöpfergottes wirkt, dass die Gestirne uns wohl gesonnen sind und dass auch der Lauf der Sterne uns letztlich hilft, den Weg zurück zu Ihm zu finden.

Am 11. August steht nun ein seltenes Ereignis bevor, auf das sich viele Sternfreunde freuen: eine totale Sonnenfinsternis. Für manche Menschen ist dies auch ein Anlass, um sich neu bewusst zu machen, dass nur der Einklang mit den positiven Kräften des Kosmos ein gesundes Leben auf der Erde ermöglicht. Drei Stunden lang dauert die totale Sonnenfinsternis an diesem Tag - es ist die einzige in diesem Jahrhundert. Die letzte war 1887, die nächste ist erst für das Jahr 2135 angesagt.

  • Was geschieht an diesem Tag am Firmament? Um 11.31 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) schiebt sich über dem Atlantik der Mond vollständig vor den Lichtkegel der Sonne. Die Sonnenfinsternis wandert von dort nach Südost und endet um 14.35 Uhr über dem Golf von Bengalen in Indien. Zwei Promille der Erdoberfläche sind in diesem Zeitraum von ihr betroffen, darunter um 12.30 Uhr die Gegend von Saarbrücken, um 12.34 Uhr der Raum Stuttgart, um 12.38 Uhr der Münchner Umkreis, um 12.41 Uhr Salzburg und um 12.46 Uhr Graz.

Je nach Wetterlage kann man dort dieses seltene astronomische Schauspiel beobachten, und Ärzte warnen vor einem ungeschützten Blick in die sich verdunkelnde Sonne: Dies könne bis zur Erblindung führen. Doch für manchen steht nicht das astronomische Ereignis im Vordergrund des Interesses, sondern eine astrologische Deutung des Ereignisses.

Karte der Sonnenfinster in Deutschland

In diesen Regionen kommt es für kurze Zeit
zu einer vollständigen Sonnenfinsternis.

Konkrete Spekulationen anlässlich solcher Ereignisse kommen nicht aus dem Geist Gottes, doch sie haben in der Religionsgeschichte Tradition: Oftmals nutzten Priester unterschiedlicher Religionen und Kulturen, die über astronomisches Wissen verfügten, eine Sonnenfinsternis zur Stärkung ihrer Macht. Vor dem Volk wurde das Wissen geheim gehalten und so getan, als sei man ein Verkünder göttlicher Offenbarungen. Die Erfüllung der Ankündigung ließ die Priester dann als wahrhafte Mittler zu Gott oder zu den Schicksalsmächten erscheinen, und das Volk tat, was die Priester wollten. Doch auch nach der Aufklärung der Bevölkerung suchte man in den Himmelsereignissen immer wieder nach Botschaften des Schicksals. Z. B. brachte man in astrologischen Kreisen die teilweise Finsternis vom 31.8.1932 in Zusammenhang mit der baldigen Machtergreifung Hitlers in Deutschland.

  • Die Mediengesellschaft des Jahres 1999 präsentiert schon im Vorfeld zahllose Deutungsversuche, was dadurch weiter angeregt wird, dass am 18. August eine außergewöhnliche Planetenkonstellation folgt, die astrologisch als extrem ungünstig gedeutet wird. Es handelt sich um ein Planetenkreuz, bei dem sich einerseits Sonne bzw. Mond und Uranus gegenüberstehen und andererseits Saturn und Mars.

Der Naturwissenschaftler und Astrologe Dr. Hartmut Normann fasst seine Überlegungen in dem Satz zusammen: "Ein Aufschrei könnte um die Welt gehen, wie sie ihn noch nie gehört hat" (Visionen Nr. 3/1999). Gleichzeitig muntert Normann wie viele seiner Astrologie-Kollegen dazu auf, das Datum als eine Chance für eine Neubesinnung bzw. einen Evolutionssprung zu nutzen. Die Astro-Woche empfiehlt ihren Lesern im Vorfeld des 11. August: "Nehmen Sie Abschied von ihrem alten Ego!"

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Wer allerdings in der Überwindung seines Egos durch stetige Arbeit an sich selbst nicht geübt ist, der kann auch in diesem Sommer nicht plötzlich Abschied nehmen. Denn jeder der 365 Tage des Jahres gibt uns nur ein bestimmtes Quantum Energie. Es ist das genaue Maß, um einen an diesem Tag aktiven Teil unseres Fehlverhaltens zu erkennen und mit der Kraft des Christus umzuwandeln. Dieser Wandel vom alten Menschen zum neuen, der mehr und mehr in Gott lebt, dauert für den einen länger und für den anderen kürzer, je nach Belastung der Seele. Der 11. August 1999 ändert daran nichts. (dp)


 



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