Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 18/99

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Mitglied der päpstlichen Akademie

Katholischer Wissenschaftler plant Kopftransplantation

Prof. Dr. Robert White (73) ist ein angesehener Mann: Neurochirurg in Cleveland/Ohio, praktizierender Katholik, Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften ... Und er will kranken Menschen helfen, deren Körper durch eine Lähmung oder unheilbare Krankheit weitgehend zerstört oder durch Organschäden vom Absterben bedroht ist: Prof. White will den Kopf solcher Patienten auf einen anderen Körper, etwa den eines Unfallopfers mit Kopfverletzungen, verpflanzen. Im "frühen 21. Jahrhundert" soll es soweit sein.

White hat solche Verpflanzungen bereits Dutzende Male an Affen erprobt. Gegenwärtig können die Tiere mit dem fremden Körper zwar einige Zeit überleben, doch sie bleiben gelähmt. Die vielen hunderttausend Stränge, mit denen einzelne Körperteile und das Hirn miteinander verbunden sind, können die Ärzte noch nicht zusammenflicken. Gelähmte Personen könnten also nach einer solchen Operation zwar nicht gehen - aber ihr Leben könnte verlängert werden, falls ihr bisheriger Körper nicht mehr lebensfähig wäre.

Abbildung Kopftransplantation

Auch dieser Wahnsinn hat Methode: Der Kopf soll einen
neuen Körper bekommen. Dieser bleibt jedoch gelähmt.

"Chirurgen retten Leben, indem sie die verschiedensten Organe verpflanzen, auch Herzen und Lungen sowie beides zusammen", kommentiert die Münchner tz. "Macht es da wirklich einen Unterschied, wenn die Persönlichkeit - samt Seele im Gehirn lokalisiert - gleich einen kompletten Körper bekommt?" Der Kommentator lehnt dies für sich zwar ab - doch die Frage bleibt offen: Was ist der Unterschied?

Wer die Organverpflanzung bejaht, muss eigentlich auch dieser "Weiterentwicklung" zustimmen. Wer jedoch an die Existenz einer Seele glaubt, der weiß, dass sich diese eben nicht nur im Gehirn befindet, sondern als "zweiter Körper" in allen Zellen des physischen Leibes zu Hause ist und diesem ihre Denk- und Verhaltensmuster eingeprägt hat. Die Seele ist bis zum Tod intensiv mit dem Körper verbunden und betrachtet diesen - zurecht - als ihr Haus. Wie kann sie sich aus dem Körper lösen, wenn dieser weiterlebt? Wird sie nicht versuchen, den "neuen" Kopf einfach mit zu vereinnahmen? Wie wird die andere Seele darauf reagieren, die bisher in diesem Kopf gewohnt hat? Wer wird stärker sein?

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Wenn die Kirche Wissenschaftler mit solchen Plänen in ihren Reihen nicht nur duldet, sondern ehrt, so zeigt sie damit, dass sie nicht die geistige Weiterentwicklung der Seele anstrebt, sondern die geistige Verwirrung und das Chaos auf dieser Erde und darum herum fördert. Der "Durcheinander-Werfer" heißt auf griechisch: Diabolos.

Mehr zum Thema: Ausgaben Nr. 17/1998, 4/1999, 5/1999, 3/2003


 



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