Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 19/99

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Reinkarnation: Auf der Suche nach unseren Genen

Warum gibt es so viele Menschen?

Am 12. Oktober 1999 begeht die UNO offiziell den "Tag der sechs Milliarden". Nach Schätzung des Statistischen Bundesamtes der USA wurde die Zahl von sechs Milliarden Menschen jedoch bereits Mitte Juli überschritten. Das Bevölkerungswachstum ist derzeit nicht aufzuhalten: In 14 Jahren wird schon die nächste Milliarde erwartet. Was sind die Gründe für diese Entwicklung?

Kinder
Reinkarnation - wer nützt die Zeit auf der Erde?

Experten sehen im Weltbevölkerungswachstum das zentrale Konfliktpotential für diese Welt - eine These, die nicht neu ist. Schon 1798 warnte der englische Theologe und Nationalökonom Robert Malthus, die Menschheit vermehre sich schneller als die Nahrungsmittelproduktion und bewege sich auf eine Katastrophe zu, wenn sie nicht lerne, den Geschlechtstrieb zu beherrschen. Etwa fünfzig Jahre zuvor hatte ein preußischer Theologe, Johann Peter Süßmilch, vorhergesagt, dass die Erde bis zu 13 Milliarden Menschen ernähren könne. Das entspricht beinahe der Schätzung der UNO, wonach die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf 9,4 Milliarden Menschen anwachsen wird und sich um das Jahr 2200 bei etwa 11 Milliarden einpendeln könnte.

Was treibt das Bevölkerungswachstum an?

Jede Sekunde werden auf der Erde fünf Menschen geboren und zwei sterben. Dadurch wächst die Weltbevölkerung um etwa 80 Millionen im Jahr. 98 % des Bevölkerungswachstums entfallen auf die Länder der Dritten Welt.

Eine der äußeren Ursachen für das rasche Wachstum ist der Anstieg der Lebenserwartung, eine andere die Abnahme der Kindersterblichkeit. Ungewollte Schwangerschaften gelten jedoch als Hauptursache für das Weltbevölkerungswachstum. Deshalb setzt die United Nations Fund for Population Activities (UNFPA) auf die Förderung der Familienplanung. Wo diese breite Anwendung fand, sank das Wachstum der Bevölkerung.

Aber auch psychosoziale Faktoren werden genannt: In einigen Ländern üben Männer Druck auf ihre Frauen aus, möglichst viele Kinder zu haben. Sie stehen auf dem Standpunkt, die Frau sei ihr Besitz und ihre Männlichkeit und ihr Status drücke sich in der Zahl der Kinder aus. Zudem werden Kinder als "Lebensversicherung" im Alter betrachtet.

In dem Maße, wie sich in den Industrieländern solche patriarchalischen Strukturen auflösten und die Gleichberechtigung der Frauen voranschritt - zusammen mit wachsender finanzieller Unabhängigkeit der Frauen - ging die Geburtenrate zurück. In Deutschland ist die Fortpflanzungsrate schon des längeren unter die "Erhaltungsmarke" von 2,1 Kindern je Frau gesunken. Davon ist die Welt insgesamt noch weit entfernt.

"Bevölkerungswachstum produziert Kriege"

Die Menschheit hat sich in diesem Jahrhundert nahezu vervierfacht. In der gleichen Zeit sind ca. 80 % der ursprünglich vorhandenen Wälder verschwunden. Wüsten haben sich ausgedehnt, und Luft und Wasser sind von unzähligen Stoffen verunreinigt. Sauberes Trinkwasser wird immer mehr zu Mangelware.

"Bevölkerungswachstum provoziert Kriege", schrieb Focus. Im nächsten Jahrhundert müsse man mit immer mehr Kriegen rechnen, die ihre letzte Ursache in dem rapiden Bevölkerungswachstum hätten. So auch die Mahnung von Ex-Kanzler Helmut Schmidt. Ressourcenknappheit, Explosion der Arbeitslosigkeit und der Migration seien die Folgen. Durch Armut, Elend oder Terror kommt es zur Wanderung ganzer Völker dorthin, wo es noch etwas zu essen gibt. Immer häufiger liest man alarmierende Meldungen: "Boat people vor der Festung Europa", "Italien ist die Schwachstelle Europas", "Fluchtpunkt Deutschland", "Der Handel mit der Ware Mensch wird immer brutaler", "Flüchtlinge ins Meer geworfen".

Warum sind wir auf Erden?

Von den Theologen ist zum Problem des Bevölkerungswachstums wenig zu hören. Sie bedauern allenfalls die rapide Abnahme der Kinderzahl in den Industrieländern. So klagte unlängst der Kölner Kardinal Meisner: "Wir haben mehr Särge als Kinderwiegen."

Das Rad der Wiedergeburt, der Reinkarnation

Wie lange dreht sich noch das Rad der Wiedergeburt?

Die Kirchen haben die Reinkarnation aus der urchristlichen Botschaft gestrichen. Sie haben die Menschen auf das Irdische ausgerichtet, obwohl Jesus lehrte: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt". Sie haben das Innere Christentum, das Jesus lehrte (vgl. Die großen Kosmischen Lehren des Jesus von Nazareth, Verlag DAS WORT, http://www.das-wort.com/deutsch/gottesprophetie-aktuell/die-groen-kosmischen-lehren.php) verraten und haben es in eine äußere Religion mit Zeremonien, Sakramenten und Dogmen pervertiert.

Doch das Innere Christentum schuf sich anderen Bahnen. So gibt es heute Offenbarungen, in denen Christus zu den aktuellen Problemen unserer Zeit durch Prophetenmund spricht. Darin wird grundsätzlich darauf hingewiesen: Wir sind auf Erden, um wieder "göttlich" zu werden. Die Erde ist demnach eine Schule für die gefallenen Kinder Gottes, die Menschen. Hier sollen sie ihre Abwendung von Gott und ihr Fehlverhalten, das daraus resultiert, erkennen, bereinigen, um wieder zurückzufinden in ihre wahre Heimat.

Die Erde ist also nicht unsere Heimat - auch wenn Gott sie geschenkt hat, um auf ihr wieder zu werden, was wir im Ursprung sind. Warum aber dann die vielen Inkarnationen?

Der Sinn der Reinkarnation

Reinkarnation bedeutet die Möglichkeit einer erneuten Einverleibung. Was in einem Leben nicht bereinigt wurde, soll in einem weiteren behoben werden. Wird die Bereinigungschance in einem oder mehreren Erdenleben nicht genutzt, dann wird das Gesetz der Abtragung aktiv: Was ich einem anderen an Schmerz und Leid zugefügt habe, erleide ich selbst - im Diesseits, im Jenseits oder in weiteren Erdenleben. Das Gesetz von Ursache und Wirkung lässt die wiederholte Einverleibung zu - als Chance zur geistigen Evolution, zur Höherentwicklung von Seele und Mensch. Denn auf der Erde ist vieles leichter möglich als im Jenseits. Näheres dazu ist nachzulesen in dem Buch Dein Leben im Diesseits ist Dein Leben im Jenseits
(http://www.das-wort.com/deutsch/leben-nach-dem-tod/dein-leben-im-diesseits-ist-dein-leben-im-jenseits.php)
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Was aber haben die Menschen aus dieser Möglichkeit gemacht? Der eine strebt wieder zur Erde, weil er seine Karriere fortsetzen möchte. Ein anderer träumt von Besitz und Reichtum, den er im letzten Leben verloren hat. Wieder ein anderer möchte einer Frau wieder begegnen, um den "Traum zu zweit" weiter zu träumen. Ein anderer möchte Rache nehmen für eine erlittene Gewalttat - obwohl er diese vielleicht in einer früheren Inkarnation selbst verübt hat. Ein Wissenschaftler möchte seiner Entdeckung zum Durchbruch verhelfen usw.

Anstatt die Reinkarnation als Chance zu geistigem Wachstum zu nutzen, lassen sich Menschen von ihren Trieben treiben: vom Streben nach Macht, von Besitzgier und vom Drang nach sexuellem Ausleben. Selbst Menschen, die an die Reinkarnation glauben, möchten oftmals nur deshalb auf die Erde zurückkehren, um mit den alten "Freuden" fortzufahren. Doch solche Inkarnationen werden in Zukunft schwieriger werden, denn die Erde geht einer neuen Zeit entgegen, und die Möglichkeiten der Wiederverkörperung werden in Zukunft abnehmen. Manche Seelen ahnen dies und drängen gewissermaßen in Torschlusspanik zur Einverleibung. Dabei werden die Seelen in den jenseitigen Bereichen über die Chancen und Gefahren einer Inkarnation belehrt. Die Frage ist, ob die auf die Erde drängenden Wesen so schnell umkehren können.

Das Rad der Wiedergeburt verlassen

Ist in einem bestimmten Land keine Inkarnation möglich, weil dort z. B. viele Abtreibungen vorgenommen werden, dann weichen die Seelen in ein anderes aus.

Statt ihre seelischen Belastungen abzubauen, um das Rad der Wiedergeburt verlassen zu können, vergrößern viele Menschen ihre Verstrickung während ihres Erdenlebens. Dadurch schaffen sie weitere negative Ursachen, die nicht nur in der Seele, sondern auch in den Genen und den Gestirnen gespeichert werden. So geht es Reinkarnation auf Reinkarnation, Geburt auf Tod, bis wir aufwachen und uns auf den Weg zurück in unsere wahre Heimat machen.

Reinkarnation und Gene

Dabei ist es kein Zufall, an welchem Ort der Erde wir inkarnieren. Es ist kein Zufall, mit wem wir als Menschen zusammen leben und wie wir mit ihnen leben. Maßgeblich für eine Inkarnationsmöglichkeit sind unsere Gene. Die Gene enthalten nicht nur die Bauanleitung für den menschlichen Körper. Sie enthalten auch unsere seelischen Prägungen. Es sind u. a. unsere positiven und negativen Denk- und Verhaltensmuster und deren gefühlsmäßige Inhalte. Negative Eingaben sind z. B., wenn wir bestimmte Menschen ausgebeutet und unterdrückt haben. Solche nicht bereinigten Ursachen liegen in den Genen und werden z. B. durch Sexualität weitergegeben und verstreut. Sie bilden Magneten, die uns wieder zur Inkarnation ziehen.

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Wo auf der Erde unsere Gene liegen, dort ist gewissermaßen ein Landeplatz für unsere Seele und zugleich der Bauplatz für unseren weiteren physischen Körper. Denn das Gesetz der Anziehung lautet: Gleiches zu Gleichem. So stellt sich die Frage: Betreiben wir in unserem irdischen Leben die Spurensuche nach unseren Genen - oder treten wir in die Nachfolge des Nazareners ein?

Die Schicksalsfäden lösen

Im Laufe ungezählter Inkarnationen haben viele Seelen ein weit verzweigtes Netz von Schicksalsfäden geknüpft, über das sie mit vielen Menschen bzw. Seelen und vielen Orten in Verbindung stehen. Ohne die Hilfe des Christus Gottes wäre es nicht möglich, dieses Netz wieder aufzulösen. Doch Gott will nicht, dass wir uns immer wieder einverleiben.

Er möchte, dass wir unsere negativen Verknüpfungen erkennen und mit der Kraft des Christus auflösen, um davon frei zu werden. Gott gab uns das Gewissen, mit dem wir täglich erfassen können, wo wir etwas an uns verändern sollten. Er gab uns die Zehn Gebote und die Lehren der Bergpredigt, an denen wir unser Denken und Tun messen können. Wer diese Lehren tut, schreitet voran auf dem Weg: Näher, Mein Gott, zu Dir.

»Doch eine Sehnsucht bleibt«

Hin und wieder erinnert ein Dichter an den Sinn unseres Erdenlebens. So heißt es z. B. in einem Vers von Wilhelm Busch: "Wie kam ich nur aus jenem Frieden ins Weltgetös? Was einst vereint, hat sich geschieden, und das ist bös. Doch eine Sehnsucht bleibt zurücke, die niemals ruht. Sie zieht mich hin zum alten Glücke, und das ist gut."

 

Mein Schicksal, dein Schicksal, unser Schicksal, wessen Lebensplan?

In unserer Zeit lebt eine Prophetin Gottes mit Namen Gabriele unter uns. In zahlreichen Büchern und Schriften klärt sie auf über die Situation der Menschen und über den Weg zurück zu Gott, z. B. in der Broschüre "Der Prophet - Die Stimme des Herzens, die ewige Wahrheit, das ewige Gesetz Gottes, gegeben von der Prophetin Gottes für unsere Zeit." Nachfolgend ein Auszug aus der Ausgabe Nr. 6.

Jeder Mensch ist von dem geprägt, was auf ihn zukommt, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Was er heute ist und was heute auf seinem Lebensweg liegt, hat er im "Gestern" verursacht. Mit dem "Gestern" sind die Vorinkarnationen gemeint. Jeder von uns befindet sich in der Erdenschule, um aus dem zu lernen, was ihm sein Leben aufzeigt. Wir sind also jetzt wieder im Erdensein, um aus unseren Fehlern zu lernen, aus dem, was von uns noch nicht bereinigt ist, woraus wir für unser Leben noch keine Lehren gezogen haben. Wir können uns nicht oft genug bewusst machen: Auf uns kann nur das zukommen, was in unserem Lebensplan liegt. Es sind immer wieder die Dinge, die wir in den Vorinkarnationen oder als Seelen in den Reinigungsebenen nicht gelernt haben.

Jeder Lernschritt, der uns aus unserer Kausalvernetzung herausführt, bringt uns der Freiheit einen Schritt näher. Je freier wir von unseren seelischen Belastungen werden, indem wir die sündhaften, gleich negativen Programme mit der Hilfe des Christus Gottes, unseres Erlösers, umwandeln und nicht mehr tun, um so mehr gelangen wir in die Freiheit. Auf uns kommen dann auch immer weniger Lektionen zu, da wir unserem göttlichen Erbe, der Gottes- und Nächstenliebe, der Reinheit, gleich Freiheit und Gerechtigkeit näher gekommen sind.


Gehören auch Sie zu den Menschen, die den Dingen auf den Grund gegen wollen? Dann lesen Sie die kostenlose Broschüre "Der Prophet". Ein Verzeichnis aller Ausgaben kann bestellt werden bei: Verlag DAS WORT, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld, Tel.: 09391/504-135; Fax: -133; abrufbar auch unter http://www.universelles-leben.org/cms/prophetie/publikationen.html

Lesen Sie auch:
"Reinkarnation - Urwissen der Menschheit und urchristlicher Glaube" (Heft "Der Theologe", Ausgabe Nr. 2)


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