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Was enthüllt die
Jahrtausende alte "Zauberschnur"?Vorsicht Pendel!
Was ist die Ursache für eine
rätselhafte Erkrankung? Wie findet jemand den besten Ausbildungsplatz? Wo ist mein
verlorener Büroschlüssel? Warum kann der Hausbesitzer im neuen Haus nicht mehr richtig
schlafen? Ist der neue Freund, die neue Freundin, ein Partner fürs Leben?
Bei
solchen und vielen anderen Fragen suchen Menschen die Hilfe des Pendels.
Mit großem Erfolg, wie die Befürworter dieser Methode betonen.
"Es ist ein Pakt mit dem Bösen", so warnen Kritiker.
Der Pendler benutzt sein Instrument, um Antworten zu bekommen, die er
sich von seinem Bewusstsein noch nicht erschlossen hat. Mit welchen Kräften kommuniziert
er dabei? Und stimmt es, was ihm das Pendel sagt oder wird er "gefoppt"?
Manche haben für das Pendelphänomen eine einfache
Erklärung: Man kommuniziere mit dem eigenen Unterbewusstsein. Wer selbst
pendelt, sieht dies in der Regel positiver: Von "Urenergien" ist die Rede, die alle Lebensformen durchstrahlen
und auf Blockaden und negative Energiefelder reagieren. So seien schon
viele Störfelder z. B. in Wohnungen oder Büroräumen ausgependelt wurden,
und die Menschen konnten angeblich aufgrund bestimmter äußerer
Veränderungen wieder gut schlafen oder arbeiten, was zuvor nicht der
Fall war. Feine mikroelektronische
Schwingungen sollen beim Pendeln von sensiblen Menschen aufgenommen werden und über feinste
Nervenerregungen über Hand und Finger an das Pendel weitergeleitet werden. Der
Pendel-Praktiker macht dem Pendel zuvor manchmal auch bestimmte äußere Vorgaben bzw.
er legt
Vereinbarungen fest, und das Instrument schlage entsprechend aus. Es
soll hier auch nicht bestritten werden, dass ein Pendel sozusagen in die
richtige Richtung ausschlagen kann. Doch selbst Befürworter dieser
Technik bejahen diese nicht uneingeschränkt. So gehöre z. B. zu den
inneren, d. h. charakterlichen Voraussetzungen für deren Anwendung die
"geistige Reinheit" und eine Motivation im Dienste einer guten Sache für
den Nächsten. Deshalb wird auch abgeraten, über sich selbst zu pendeln,
was manchen Neugierigen schon von vorne herein das Interesse daran
verlieren lässt.
So setzt man sich bei Befürwortern auch mit der Frage auseinander,
wie das Pendel funktioniert, wenn diese Motivation fehlt?
Seelen im Anmarsch
Es wird zugegeben, dass man
dann auch mit "relativ niedrigen Seelen" in Kontakt kommen kann oder mit
Kräften, die einen "gegebenenfalls an der Nase herumführen".
Hier setzen dann auch die Kritiker an, die z. B. vor dem Pendeln als
"okkulte Praktik" warnen und vermuten, dass dämonische Kräfte am Werk sind.
Als Beweis wird von Seiten der Kritiker auch die mögliche Wirkungslosigkeit des Pendels angeführt,
wenn jemand gedanklich dagegen angeht. Bei einem solchen Kräftemessen mit geistigen
Energien ist allerdings nicht beweisbar, wer oder was auf jeder der beiden
möglichen Seiten dahinter steckt.
An der Bibel orientierte Gruppen rechnen das Pendeln meist zu
"Wahrsagerei, geheimen Künsten oder Zauberei" hinzu, die dem "Herrn ein
Gräuel" sind (5. Mose 18, 10-12).
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Doch selbst wenn diese Bibelstelle vielleicht kein Gotteswort ist,
sondern eine Fälschung von Priestern, die mit den dort genannten
Kulten konkurrieren, so ist die Pendelkunst dennoch zwiespältig. Und wer
als Christ
nach den Geboten des Jesus von Nazareth leben will, für den ist es auch keine
gute Methode,
die ihm seinem Ziel näher bringt. Denn er erhält am ehesten Antworten auf seine Fragen, indem
er sich an die Gebote hält und sich prüft, ob seine Motivation für ein
bestimmtes Tun oder Unterlassen selbstlos oder ichbezogen oder gar
feindselig ist. Je selbstloser er mit der Zeit wird, je mehr erweitert
sich auf diese Weise auch sein Bewusstsein, und er schaut in bestimmten
Situationen leichter auf den Grund der Dinge. Auch kann er im Einzelfall Christus
als den "Inneren Ratgeber" im Gebet um Hilfe bitten. Die Impulse, die er daraufhin
erhält, ermöglichen ihm Entscheidungen und Antworten, die er mit seinem augenblicklichen
Bewusstsein durchdringen bzw. verstehen kann. Und er reagiert
schließlich mit
eigenverantwortlichen Entscheidungen, nicht mit fremdbestimmten oder eventuell
unterbewussten, die ihm unter Umständen durch ein Pendel vorgegeben
werden. Dadurch reift er auch in seinem
Verantwortungsbewusstsein, und er kann von Gott seinen eigenen Entscheidungen und
Antworten entsprechend geführt werden.
Die Kraft
der geistigen Reinheit
Zudem
ist die Christuskraft in jeder Seele viel stärker als jedes negative
Kraftfeld. So kann vieles ohne großes Aufhebens neutralisiert werden,
wenn der Mensch lernt, nach den Geboten Gottes zu leben, gute Gedanken
und Empfindungen zu haben und sich selbst auf die Schliche zu kommen,
weshalb ihm dies oft nicht gelingt. Auf diesem Inneren Weg zurück zu
Gott, auf dem er sein Fehlverhalten Schritt für Schritt erkennt und
bereinigt, wird er dann allmählich sensibler und weiß, was zu tun ist,
ohne dass er dazu eines äußeren Hilfsmittels bedarf. Schließlich kann er
auch den jeweiligen Tag als "Freund" betrachten und darauf achten, wie
ihm manche Ereignisse des Tages, die ihm begegnen, evtl. Hilfen für
seine Entscheidungen geben. Wer schließlich "geistig rein" geworden ist,
der braucht ohnehin kein Pendel, um Antwort auf eine bestimmte Frage zu
bekommen. Folglich ist die Bedingung einer "geistigen Reinheit" des Pendlers ein Selbstwiderspruch, und die Pendelnden
sind in der Regel ein großes Stück von einer geistigen Reinheit entfernt.
Energieverzehr
Sie
stehen dann auch in der Gefahr, sich vielfach Kräften auszuliefern, die
sie nicht kennen und von denen sie nicht wissen können, ob sie aus der
eigenen Seele kommen oder von außen. Und wer vermag dies schon immer
richtig einzuschätzen? Selbst manche Pendel-Praktiker warnen deshalb vor
möglichen gesundheitlichen Gefährdungen im seelischen bzw. körperlichen
Bereich. Hat der Pendelnde z. B. ungewollt Kontakt mit erdgebundenen
Seelen aufgenommen oder mit Seelen aus bestimmten jenseitigen Ebenen,
dann zehren diese auch von der Energie des Menschen, was wiederum
negative Folgen nach sich ziehen kann. Anstatt mit dem Pendel zu
experimentieren ist es auf jeden Fall sinnvoller, seine eigenen Gedanken
in den Griff zu bekommen, da diese - richtig und gut angewandt - ein
riesiges und meist ungenutztes Kraftpotenzial beinhalten. (Dieter Potzel)
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Zauberlehrlinge
Um das Prinzip des Pendels zu erklären, machte ein Pädagoge mit seinen
Schülern ein einfaches Experiment, das zu einem Aha-Erlebnis führt: Das Pendel
tat, was die Teilnehmer am Experiment gedanklich wollten, obwohl sie versicherten, die
Hand ruhig gehalten zu haben. Der Pädagoge erklärte, dass die eigenen Gedanken und
Gefühle unbewusst feine Bewegungen der Finger auslösen.
Doch alles wird auf diese Weise nicht erklärt. Kennt das Unterbewusstsein
z. B. auch Krankheitsursachen bei anderen Menschen, mögliche medizinische
Anwendungsmöglichkeiten oder so genannte "geobiologische Störfelder"? Weiß es,
ob ein Vermisster ermordet wurde und wer der Mörder ist? Denn auch zur
Verbrechensaufklärung wurde das Pendel schon eingesetzt, z. B. durch die beiden bekannten
Priester Abbé Mermet und Professor Mohlberg. Und können auch andere Kräfte auf das Pendel
einwirken als das eigene Unterbewusstsein? Schon mancher Zauberlehrling kam von den Kräften des
Pendels nicht mehr los. |
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Abhängigkeit durch Pendeln
Ein Befürworter des Pendelns schildert folgenden "Erfolgsbericht"
aus dem Alltag: Ein Schüler im Gymnasium
stand vor der Wahl seiner beiden Leistungskursfächer, und er schwankte zwischen
Mathematik, Physik und Deutsch. Das Pendel ermittelte aber Geschichte, obwohl sonst nichts
dafür sprach. Der Schüler zögerte und entschied sich schließlich für Geschichte.
Einem Kritiker können sich an dieser Stelle des Berichts bereits die
Haare sträuben. Denn wohin kann ein solches Verhalten den
Jugendlichen in Zukunft führen? Bedingt durch eine neu eingesetzte Lehrkraft,
so die Fortsetzung des Berichts, hatte der Schüler später sehr viel Freude
im Geschichts-Leistungskurs,
und er erreichte dort sehr gute Noten.
Auch bei der späteren Berufs- oder Partnerwahl nehmen viele die Hilfe des
Pendels in Anspruch, und auf einem Pendel-Diagramm findet man dafür zahlreiche
Wahlmöglichkeiten.
Pendel-Aussteiger berichten allerdings, wie sie sich durch das
Pendeln in schwerwiegende Abhängigkeit begeben hatten und sich kaum mehr trauten,
irgendeine Entscheidung ohne das Pendel zu treffen. "Ich fürchtete den Einfluss von
Störfeldern in meiner Wohnung und an meinem Arbeitsplatz und wollte alle Räume
auspendeln, in denen ich mich länger aufhielt", sagte ein Ex-Pendler. Und ein
anderer: "Ich wollte keine Verantwortung übernehmen und war froh, dass das Pendel
alles Wesentliche für mich entschied". Nur - wer trägt die Verantwortung, wenn man
die ausgependelte "Entscheidung" später bereut? Und von wem hat man sich abhängig
gemacht? |
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