Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 24/99

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Zum Jahreswechsel: Ich plane mein Leben (Teil 1)

Ich brauche ein Lebensziel

Am Anfang des christlich-mystischen Weges, des Inneren Weges zurück zu Gott, heißt es: "Ordne Dein Leben!" Zur Ordnung gehört auch eine gute Planung. Und wer sein Leben gut planen möchte, der braucht ein Ziel. Er sollte sich fragen: Was möchte ich in diesem Leben erreichen? Was möchte ich (noch) erleben? Wie möchte ich leben?

Eine Hilfe kann es sein, sich dazu einmal ein Raster mit lauter Kästchen aufzuzeichnen. In jedes Kästchen schreibe ich ein Ziel bzw. einen Wunsch. Habe ich das Ziel erreicht, hat sich der Wunsch erfüllt oder habe ich das Ziel oder den Wunsch verändert, kann ich das Kästchen ausstreichen. Wer als Urchrist leben möchte, stellt zudem alle Wunschvorstellungen und Ziele in den Willen Gottes und vergleicht sie mit den Zehn Geboten und der Bergpredigt.

Nach welchen unterschiedlichen Wertvorstellungen Menschen auch ihr Leben zu meistern versuchen - für jeden gilt, dass diese einen wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen haben, die für ein Jahr, für einige Wochen oder auch nur für einen Tag oder einige Stunden getroffen werden müssen. Die Wert- und Zielvorstellungen sind auch entscheidend für die Planung, denn ein guter Planer räumt den Angelegenheiten Priorität ein, die ihn seinen Zielen am nächsten bringen. Planen heißt dabei voraus denken, heißt geordnete Bahnen anlegen, auf denen sich die Ereignisse meines Lebens verwirklichen sollen. Wer plant, weiß natürlich, dass immer Unvorhergesehenes eintreten kann. Doch wer weiß, was er mit seinem Leben tun will, den werden Überraschungen oder unerwartete Veränderungen nicht aus der Bahn werfen. Er kann flexibel darauf reagieren, sich neu orientieren und - vorausgesetzt, er versteht die Botschaft dieser Ereignisse - unter Umständen einen Schicksalsschlag vermeiden.

Planung ist Bestandteil eines geistigen Lebens. Sie wird auch in der Botschaft aus dem All Das ist Mein Wort erklärt. In dem Ursprungstext des Evangeliums Jesu heißt es in der Bergpredigt: "Darum sollt ihr nicht besorgt sein und fragen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles dazu fallen. Darum sorget euch nicht um die Übel von morgen. Es ist genug, dass ein jeder Tag seine eigenen Übel hat."
(http://www.das-wort.com/cgi/
gen_article.cgi?article=s007de&type=desc&rtopic=botschaftausdemall)

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Christus erklärt, berichtigt und vertieft diese Worte wie folgt: "Wer sich um sein persönliches Leben, um sein Wohl, Sorgen macht - was er z. B. morgen essen und trinken oder womit er sich bekleiden soll -, der ist ein schlechter Planer; denn er denkt dabei nur an sich selbst, an sein eigenes Wohl und an seinen Besitz. Damit plant er auch zugleich sein Weh und Ach mit ein. Wer hingegen den Willen Gottes erfüllt, ist ein guter Planer. Er wird sowohl die Tage als auch die Zukunft planen. Doch er weiß, dass seine Planung nur eine Vorgabe ist, die in Gottes Hand ruht."


 



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